SAP ECC verständlich dargestellt

Die Abkürzung SAP ECC steht für SAP ERP Central Component. Dabei handelt es sich um ein ERP-System, das on-premises betrieben wird. SAP ECC wird im Allgemeinen auch als SAP ERP bezeichnet.

Mit SAP ERP hat das Unternehmen SAP SE eines der marktführenden ERP-Systemen auf der ganzen Welt entwickelt. Unternehmen auf der ganzen Welt steuern damit die alltäglichen Prozesse. In diesem Artikel wird verständlich dargestellt was SAP ECC ist und aus welchen Komponenten das SAP ECC besteht.

Definition von SAP ECC

SAP ECC (SAP ERP Central Component) ist eine ERP-Software. Man spricht im Allgemeinen auch von SAP ERP. ERP steht für Enterprise Resource Planning. Dabei handelt es sich um eine aus mehreren Komponenten bestehende betriebliche Anwendungssoftware, die die operativen Prozesse in den wesentlichen Funktionsbereichen unterstützt.

ERP bezeichnet eine bereichsübergreifende Softwarelösung, die die betriebswirtschaftlichen Prozesse steuert und auswertet. Dadurch wird es zu einem sinnvollen Controlling und Steuerungsinstrument. Die Daten sind in einer zentralen Datenbank gespeichert und können bereichsübergreifend verwendet werden.

SAP ECC ist eine Standardsoftware, die vor allem durch Customizing und ABAP-Programmierung individualisiert werden kann. SAP ECC besteht aus zehn funktionalen Kernkomponenten und zwei technischen Komponenten.

Funktionale Kernkomponenten

Zu den wichtigsten zehn funktionalen Komponenten in SAP ECC zählen folgende:

SAP ModulBeschreibung
Finanzwesen (FI)Externes Rechnungswesen / Finanzbuchhaltung
Controlling (CO)Internes Rechnungswesen / Kostenrechnung
Materialwirtschaft (MM)Beschaffung und Bestandsführung
Vertrieb (SD)Steuerung der Vertriebsaktivitäten
Instandhaltung (PM)Wartung und Reparatur von Anlagengüter
Qualitätsmanagement (QM)Optimierung der Qualität
Produktionsplanung (PP)Verwaltung der Bestands- und Produktionskapazitäten
Projektsystem (PS)Projektmanagement
Kundendienst (CS)Personalisierter Kundenservice
Personalmanagement (HCM)Personalmanagement

Technische Komponenten

SAP ECC besteht aus zwei technischen Komponenten, die man bei der Installation einrichten muss. Dabei handelt es sich um folgende:

  • ABAP
  • SAP NetWeaver

Die ABAP-Komponente ist die Grundlage für die Ausführung der Geschäftsprozesse. Die Geschäftslogik ist in der Programmiersprache ABAP entwickelt. Zudem hinaus ermöglicht die ABAP-Komponente kundenspezifische Entwicklungen. Mit der Programmiersprache ABAP kann man das eigene SAP-System nach Wünschen und Vorstellungen erweitern, wenn es mit dem Customizing nicht mehr möglich ist.

Der zentrale Kern der SAP-Geschäftslogik bildet der NetWeaver. Hierbei handelt es sich um eine Integrations- und Anwendungsplattform und basiert hauptsächlich auf ABAP. SAP NetWeaver wiederum enthält viele Unterkomponenten (z.B. SAP NetWeaver Application Server / WebAS).

Durch die Plattform können externe Webservices und Fremdanwendungen angebunden werden. Zudem hinaus werden Datenbanken und Geschäftsprozesse integriert. Eine zentrale Aufgabe der SAP NetWeaver-Plattform ist die Systemadministration, da Berechtigungen benutzerspezifisch zugeordnet werden können.

Client-Server-Architektur

SAP ECC basiert auf einer Client-Server-Architektur. Der Client hierbei stellt hauptsächlich die SAP GUI als Benutzeroberfläche bzw. Software zur Datenanzeige und -eingabe dar. Der Server hingegen stellt die Dienste und Funktionen von SAP ECC bereit. Hier läuft die tatsächliche Verarbeitung statt und speichert die Daten in einer Datenbank.

Man kann für Client und Server auch folgende Synonyme verwenden:

  • Client = Nutzer
  • Server = Dienstleister

3-Schichten-Architektur

Neben der Client-Server-Architektur verwendet das SAP ECC eine 3-Schichten-Architektur. Die Client-Server-Architektur und damit das SAP ECC ist wiederum in folgende drei Schichten unterteilt:

  • Präsentationsschicht
  • Anwendungsschicht
  • Datenbankschicht
SAP ECC ist in einer Drei-Schichten-Architektur aufgebaut: Präsentations-, Anwendungs- und Datenbankschicht

Die Präsentationsschicht bildet die Schnittstelle zu den SAP-Benutzern. Im Wesentlichen wird diese Interaktion mit dem sogenannten SAP GUI des lokalen Computers durchgeführt. Über die grafische Benutzeroberfläche werden Daten eingegeben und Einfluss auf den Geschäftsprozess genommen.

In der Anwendungsschicht werden die Applikationen (ABAP-Programme) ausgeführt. Hier findet die tatsächliche Verarbeitung und Logik der Geschäftsprozesse statt. Diese Schicht besteht aus mehreren Applikationsservern. Meistens wird pro SAP-Modul ein Server bereitgestellt. Zudem hinaus gibt es Dienste für die Verteilung der Anfragen und der Koordination der Applikationsserver.

In der Datenbankschicht speichert das relationale Datenbank-Managementsystem die Daten in einer Datenbank. Alle gängigen Datenbanksysteme werden unterstützt. Nicht nur die Stamm- und Bewegungsdaten werden in der Datenbank gespeichert, sondern die Anwendungen mit zugehörigen SAP-Repository-Objekte an sich.

Die wichtigsten Chancen und Risiken von SAP ECC

Chancen

  • Geschäftsprozesse und -abläufe (Workflows) sind in einem System integriert
  • Datenübertragung in Echtzeit
  • Prozessvereinfachung und -automatisierung
  • hoher Grad an Individualisierung (Customizing und Entwicklung)
  • breites Spektrum an SAP Modulen und Kernanwendungen

Risiken

  • Abhängigkeit von Softwarelieferanten
  • Größerer Aufwand bei Änderung der Geschäftsprozesse
  • Hochverfügbarkeitslösungen sind komplexer (und teurer) in einer technisch anspruchsvollen Umgebung

Entwicklung hin zu SAP S/4HANA

SAP S/4HANA ist die vierte große Softwareentwicklung von SAP nach SAP R/1, SAP R/2 und SAP R/3.

SAP R/1 wurde 1972 als ERP-Software auf den Markt gebracht. Dieses Produkt galt als Nachfolger des Finanzbuchhaltungssystems RF. Durch SAP R/1 ist es möglich gewesen, Daten in Echtzeit über die Module für Buchhaltung, Beschaffung und Material zu verarbeiten.

Im Jahr 1979 folgte das “echte” erste ERP-System von SAP: SAP R/2. SAP R/2 nutzte eine Mainframe-Architektur, die man über ein Terminal bediente.

Im Jahr 1992 revolutionierte SAP R/3 den ERP-Markt als Standardsoftware. Mit einer Drei-Schicht-Architektur (Datenbank-, Anwendungs- und Präsentationsschicht) und einer grafischen Benutzeroberfläche konnte man seine Geschäftsprozesse optimieren. Vor allem war diese Software sehr vom Nutzen des technischen Standard: einem persönlichen Computer und einer Client-Server-Architektur.

Dadurch dass die Computer durch das Internet immer mehr vernetzt waren, musste SAP R/3 erweitert werden. So ermöglichte 2004 SAP R/3 eine Integration zwischen den internen Geschäftsanwendungen den externen Geschäftsanwendungen (Kunden, Partner und Internet). Durch offene Standards konnte man eine Kommunikation sowohl im System als auch mit anderen Systemen ermöglichen. Im Zuge dieser Weiterentwicklung wurde der Name von SAP R/3 in SAP ERP umbenannt.

Schließlich wurde SAP S/4HANA als vierte ERP-Generation von SAP 2015 eingeführt. Vor allem die sinkenden Hardware- und Festplattenkosten begünstigten die Entstehung und Entwicklung der Business Suite, die komplett auf der In-Memory Datenbank SAP HANA aufsetzt.

SAP S/4HANA ist die vierte große Softwareentwicklung von SAP nach SAP R/1, SAP R/2 und SAP R/3.

SAP R/1 wurde 1972 als ERP-Software auf den Markt gebracht. Dieses Produkt galt als Nachfolger des Finanzbuchhaltungssystems RF. Durch SAP R/1 ist es möglich gewesen, Daten in Echtzeit über die Module für Buchhaltung, Beschaffung und Material zu verarbeiten.

Im Jahr 1979 folgte das “echte” erste ERP-System von SAP: SAP R/2. SAP R/2 nutzte eine Mainframe-Architektur, die man über ein Terminal bediente.

Im Jahr 1992 revolutionierte SAP R/3 den ERP-Markt als Standardsoftware. Mit einer Drei-Schicht-Architektur (Datenbank-, Anwendungs- und Präsentationsschicht) und einer grafischen Benutzeroberfläche konnte man seine Geschäftsprozesse optimieren. Vor allem war diese Software sehr vom Nutzen des technischen Standards: einem persönlichen Computer und einer Client-Server-Architektur.

Dadurch dass die Computer durch das Internet immer mehr vernetzt waren, musste SAP R/3 erweitert werden. So ermöglichte 2004 SAP R/3 eine Integration zwischen den internen Geschäftsanwendungen den externen Geschäftsanwendungen (Kunden, Partner und Internet). Durch offene Standards konnte man eine Kommunikation sowohl im System als auch mit anderen Systemen ermöglichen. Im Zuge dieser Weiterentwicklung wurde der Name von SAP R/3 in SAP ERP umbenannt.

Schließlich wurde SAP S/4HANA als vierte ERP-Generation von SAP 2015 eingeführt. Vor allem die sinkenden Hardware- und Festplattenkosten begünstigten die Entstehung und Entwicklung der Business Suite, die komplett auf der In-Memory Datenbank SAP HANA aufsetzt.

SAP Support von SAP ECC

SAP ECC unterstützt 50.000 Kunden in 25 verschiedenen Branchen seit 2004. Obwohl seit 2015 das ERP-System SAP S/4HANA genutzt werden kann, wird der Support und die Wartung bis 2027 angeboten.

Falls man eine Migration auf SAP S/4HANA nicht bis zu diesem Jahr abgeschlossen hat, steht ein optionales Erweiterungsprogramm für SAP ECC 6.0 Enhancement Pack 8 bis 2030 an.

Mehr zum Support von SAP ECC erfahren.

Über den Autor

Andreas Geiger

Schön, dass Du Dich für SAP ERP interessierst.

Mein Name ist Andreas Geiger und ich bin der Gründer von ERP-UP.de. Mein Ziel ist es, so viel nützliches Wissen wie möglich über das SAP ERP-System zu vermitteln. Ich möchte Dir damit einen Mehrwert bieten. Es freut mich, wenn ich Dir damit helfen kann.

Mehr zu ERP UP

Schreibe einen Kommentar